Von Radwegen und Finanzierungen

Liebe Wählerinnen und Wähler,

im Wahlkampf werden ja immer wieder unterschiedliche Themen mit unterschiedlichen Sichtweisen diskutiert. Wichtig ist dabei stets auch die Frage der Finanzierung. So hat sich in der Vergangenheit im Bereich des Tourismus einiges verändert. Seit dem Wegfall des Motel-Centers mit allein 216 Betten und die Schließung des Hotels am Hattenberg sind zwei große touristische Leistungsanbieter geschlossen worden. Die Gastronomie ist eh ein Bereich der gerade durch Corona stark unter Druck gesetzt wurde. Umso erfreuter bin ich darüber, dass unsere Tourismuszahlen zwar eingebrochen sind, aber trotz Corona mit einem Niveau von 45.000 Übernachtungen deutlich über den meisten Kommunen unseres Landkreises liegen. Ich denke, dass durch die Kooperation von Tourismusservice Rotkäppchenland und den Naturpark Knüll zukünftig für unsere Region eine gute touristische Kooperation geschaffen werden kann, die am Ende allen nutzt, sei es der Gastronomie, sei es der Hotellerie oder aber auch dem Einzelhandel. Auch Radwege müssen weiter ausgebaut werden. Leider ist das nicht immer so einfach möglich wie zum Beispiel von Allendorf nach Gershausen. Hier kann im Radwegeprogramm eine Förderung beantragt werden, da ein Feldweg vorhanden ist, der durchgängig von Allendorf bis Gershausen existiert und nur besser ausgebaut werden muss.

Anders sieht es zum Beispiel von Willingshain nach Gersdorf oder von Rotterterode nach Goßmannsrode aus. Hier gibt es keine durchgängigen Feldwege, die eine Verbindung herstellen könnten. Am Ende wird es hier am sinnvollsten sein, den Ausbau gemeinsam mit Hessen Mobil entlang der Kreisstraße zu betreiben.

Während für Willingshain bereits ein entsprechender Antrag beim Kreis gestellt wurde, der dies zurzeit prüft, soll die Kreisstraße von Rotterterode nach Goßmannsrode nach Fertigstellung der innerörtlichen Baumaßnahmen in Rotterterode ebenfalls saniert werden. Dies wäre dann der Punkt über eine Verbesserung der Radwegesituation zu reden.

Zusätzlich muss die Teilnahme an dem SITEX Programm des Amtes für den ländlichen Raum angestrebt werden, denn im Zuge dieses Programmes wird nicht nur das Anlegen und der Ausbau von Radwegen, sondern auch erforderliche Grunderwerbe und Vermessungen gefördert und unterstützt.

Wie gesagt, wichtig ist es mir bei allen Vorschlägen auch die Finanzierung zu klären.

Im Zuge des neugegründeten Naturparks Knüll konnten die Kommunen gemeinsam neue Wanderwege mit Prädikaten, unterstützt durch das Deutsche Wanderinstitut, entwickeln. Die entsprechende Möblierung (Bänke, Schilder, Hinweistafeln) sind einheitlich gestaltet und werden durch LEADER-Mittel gefördert. In Kirchheim wurde ein Wanderweg mit Ziel und Start am Seepark zur Ibrakuppe ausgewiesen.

Auch für das Freibad ist endlich der Förderbescheid über 60.000,00 € aus dem SWIM-Programm eingetroffen. So können nun die Beckenumrandung und die Duschen bei den Umkleidekabinen saniert und erneuert werden.

Im Bereich des Tierparks müssen noch, wie bereits in der Gemeindevertretung berichtet, die asbestbelasteten Schuppen durch die beauftragte Fachfirma abgerissen werden. Dann kann es nach entsprechenden Geländemodellierungen mit dem Bau des Senioren-Bewegungsparks losgehen. Er kommt direkt neben den noch zu erweiternden Spielplatz, so dass Alt und Jung zusammengeführt werden.

Es gibt noch viel zu tun. Letzten Endes wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung, die Lieferbarkeit von Produkten und viele andere Faktoren hier ein ordentliches Maß bei der Umsetzung mitreden.

Ihr Bürgermeister Manfred Koch